Lebensweltorientierte Ansätze

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Lebensweltorientierte Ansätze by Mind Map: Lebensweltorientierte Ansätze

1. Nutzen & Gewinn

1.1. zeitgemäße kritische Alternative zur gängigen Ansätzen der damaligen Zeit

1.1.1. Gesellschaftsbezug, soziale Problemstellungen, Systemkritik

1.1.2. radikaler Lebensweltbezug

1.1.3. Orientierung für Sozialpolitik

2. Vertreter

2.1. Hans Thiersch & "Tübinger Schule"

2.2. Philosophie: Edmund Husserl

3. Sammelbegriff für "Vielfalt an Reformansätzen" Ende der 70er (nicht Theorie als solche)

4. Bezugsdiskurse

4.1. zwei Dimensionen der Lebenswelt: gesellschaftliche Strukturen & individuelle Formen

4.1.1. gesellschaftlich, objektive Dimension: (zunehmende) Pluralisierung von Lebenslagen

4.1.1.1. Lebensstrukturen (Stadt - Land, Geschlecht, Migrationshintergrund)

4.1.1.2. Lebensbedingungen ("Ungleichheit & Unterprivilegierung")

4.1.1.3. gesellschaftliche Grunddifferenzen werden vielfältiger (auch abseits ökonomischer, statusbezogener Indikatoren)

4.1.2. "Lebensbewältigung als Vermittlung zwischen gesellschaftlichen & individuellen Optionen"

4.1.3. individuell, subjektive Dimension: (zunehmende) Individualisierung von Lebensverhältnissen

4.1.3.1. Erosion tradierter Lebensformen, Vorstellungen von Lebensführung & allgemeingültiger Deutungsmuster

4.1.3.2. neue, offenere Möglichkeiten der Lebensführung (Ambivalenz: Chance & Überforderung)

4.2. gesellschaftlichen Auswirkungen von Kapitalismus, Neoliberalismus & Globalisierung

4.2.1. Verschärfung von sozialen Ungleichheiten, neue Formen der Randständigkeit & Exklusion

4.2.2. Frage nach gerechten Lebensverhältnissen & Herstellung verlässlicher Bezüge

5. "Lebensweltorientierung"

5.1. Dimensionen der Lebenswelt

5.1.1. Zeit & Raum

5.1.2. soziale Beziehungen & gesellschaftliche Bedingungen

5.1.3. alltägliche Bewältigungsaufgaben

5.1.4. Hilfe zur Selbsthilfe

5.2. Sichtweise

5.2.1. Abkehr von klassischen, medizinisch geprägten (Anamnese, Diagnose, Therapie) Hilfeformen, Kritik an unreflektierter Übernahme psychotherapeutischer Konzepte

5.2.2. Lebenswelt als Ausgangspunkt

5.2.2.1. individuelle soziale Probleme & Alltag der Betroffenen

5.2.2.1.1. ganzheitliche Wahrnehmung

5.2.2.1.2. Zielhorizont: "gelingendere Lebensbewältigung"

5.2.3. Ressourcenorientierung

5.2.3.1. Berücksichtigung deren Selbstdeutungen und Problembewältigungsversuche

5.2.3.2. "Hilfe zur Selbsthilfe"

5.2.4. Sozialraumorientierung

6. Ebenen der Hilfe

6.1. (1) Stabilisierung & Strukturierung der Lebenswelt

6.2. (2) unterstützende, kompensierende Hilfsangebote

6.3. (3) alternative (sozialpädagogische) Lebenswelten

6.3.1. Inszenierung sozialer Beziehungen

6.3.2. Aufbau von Räumen, Situationen & Gelegenheiten

6.4. weitere Bestimmungselemente

6.4.1. (koordinierte) Planung

6.4.1.1. Vernetzung unterschiedlicher Aktivitäten

6.4.1.2. Erweiterung von Zuständigkeiten & Aufgaben

6.4.2. Einmischung & Gestaltung von Situationen

6.4.3. "Reflexive Jugendhilfe"

6.4.3.1. Selbstkritik & Fähigkeit zum Handeln in dieser

6.4.3.2. Bewusstsein über mögliche Repression und Kontrolle bzgl. Klientel, Begründung von Entscheidungen, Vertreten eines "reflexiven Konsens"

6.5. Handlungsmaximen

6.5.1. (1) Prävention

6.5.1.1. sozialpolitische Ebene!

6.5.1.2. Aufbau einer unterstützenden sozialen Infrastruktur

6.5.1.3. Aufbau ambulanter, Abbau stationärer Maßnahmen

6.5.2. (2) Alltagsorientierung

6.5.3. (3) Integration

6.5.3.1. "Lebenswelt ohne Ausgrenzung & Unterdrückung"

6.5.3.2. Bsp. Öffnung von Angebotsstrukturen

6.5.4. (4) Partizipation (Beteiligung)

6.5.4.1. hin zur "Kooperation"

6.5.4.2. Antrags-, Einspruchs- und Verweigerungsrechte

6.5.4.3. Mitbestimmungsmöglichkeiten in Planung, Gestaltung und Durchführung von Angboten

6.5.5. (5) Dezentralisierung/Regionalisierung

6.5.5.1. Alltagsnähe

6.5.5.2. Erreichbarkeit , Zugänglichkeit, Chancengleichheit

6.5.5.2.1. "Planung & Kooperation im Kontext regionaler, lokaler Gegebenheiten"

6.5.5.2.2. niedrigschwellige Angebote

6.5.5.2.3. Verlagerung von Zuständigkeiten an Basis

6.6. Methoden

6.6.1. "Strukturierte Offenheit"

6.6.1.1. nicht festgelegt auf gelerntes therapeutisch-beraterisches Konzept

6.6.1.2. Integration von Methoden wie: aufmerksames aktives Zuhören, Problemannäherung, Reflexion, Modellernen, Aufzeigen von Alternativen, Anbieten eigener Interpretation, unzentrierte Ideensammlung, Konfrontation etc.

6.6.2. Umstrukturierung der Situation

6.6.3. Gespräch anhand von Bedürfnissen, Ressourcen

7. Vorbehalte & Grenzen

7.1. unzureichende Handlungsmethoden für direkte Arbeit

7.2. abstrakte Formulierungen und Ausführungen (Praxisbezug?)